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Einfluß der Instruktion auf die Wirkung von Reizklassen in kategorialen Urteilen. Primärdaten.

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Forschende

Name
Petzold, Peter
Haubensak, Gert

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Informationen zum Datensatz

Titel Einfluß der Instruktion auf die Wirkung von Reizklassen in kategorialen Urteilen. Primärdaten.
Titel, englisch The influence of different instructions on the effects of stimulus membership in category ratings. Primary data.
Zitation Petzold, P., & Haubensak, G. (2004). Einfluß der Instruktion auf die Wirkung von Reizklassen in kategorialen Urteilen. Primärdaten. (Version 1) [Files auf CD-ROM]. Trier: Psychologisches Datenarchiv PsychData des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation ZPID. https://doi.org/10.5160/psychdata.pdpr99ei20
Sprache der Variablendokumentation Deutsch
Verantwortlichkeit für die Datenerhebung Petzold, Peter
Ende der Erhebung 1999
Veröffentlichung des Datensatzes 2004
Datensatz ID pdpr99ei20
Studienbeschreibung Entsprechend dem Modell multipler Standards haben die Ränder des Reizbereichs und die Gedächtnisrepräsentationen vorangegangener Reize eine äquivalente Funktion im Urteilsprozess: sie dienen als interne Standards mit denen der dargebotene Reiz verglichen wird. Wenn diese Äquivalenz zutrifft, sollte der Einfluß des Reizbereichs und der Einfluß vorangegangener Reize gleichen Regularitäten gehorchen.
Dies wurde für die Wirkung der Instruktion auf die Modifizierung der Urteile durch Reizklassifizierung untersucht. Es war die Größe von Quadraten auf einer 5-stufigen Ratingskala zu beurteilen. Es traten zwei Klassen von Quadraten auf: leere und schraffierte. In Experiment 3 wurden die Vpn aufgefordert, die leeren Quadrate allein in Bezug auf die anderen leeren Quadrate zu beurteilen und die schraffierten Quadrate allein in Bezug auf die anderen schraffierten Quadrate (Separations-Instruktion). In Experiment 4 lautete die Instruktion, die Reizklassen zu ignorieren und die einzelnen Quadrate in Bezug auf alle Quadrate zu beurteilen (Integrations-Instruktion). Die Unterschiede in den Ergebnissen von Experiment 3 und 4 bestätigten die Voraussagen des Modells. Im Experiment 3 zeigten die Steigungen der psychophysikalischen Funktion, dass der klassenspezifische Bereich der Quadrate verwendet worden ist, während im Experiment 4 der Bereich aller Reize bestimmend war. Äquivalent dazu waren im Experiment 3 die Sequenzeffekte dann stärker, wenn der vorangegangene Reiz zur gleichen Klasse wie der dargebotene Reiz gehört, während in Experiment 4 die Stärke der Sequenzeffekte unabhängig von der Klassenübereinstimmung des vorangegangenen und des dargebotenen Reizes war. Damit ist die Äquivalenz der Wirkung der Instruktion auf Bereichs- und Sequenzeffekte nachgewiesen.
Die Wirkung der Reizklassifizierung auf Sequenzeffekte wurde im Experiment 3 näher untersucht. Es ergaben sich Wechselwirkungen zwischen den Reiz-Urteils-Ereignissen ein und zwei trials zurück. Wenn beide Reize zur gleichen Klasse gehören wie der dargebotene Reiz, ist die Korrelation zwischen sukzessiven Urteilen geringer als wenn allein der unmittelbar vorhergehende Reiz die gleiche Klasse wie der dargebotene Reiz hat und der Reiz zwei trials zurück zur anderen Klasse gehört.
Studienbeschreibung, englisch According to the model of multiple standards, the boundaries of the stimulus area and the memory representations of previous stimuli have an equivalent function in the decision process: They serve as internal standards by which the depicted stimulus is compared. If this assumption is correct, then the influence of stimulus area and the influence of preceding stimuli follow the same regularities.
This hypothesis was examined for the effect of instruction on the modification of judgments via stimulant classification. Subjects assessed the size of squares on a 5-point rating scale. There were two classes of squares: empty or shaded. In Experiment 3, the subjects were asked to judge the empty squares only in relation to the other empty squares and the shaded squares only in relation to the other shaded squares (separation instruction). In Experiment 4, subjects were instructed to ignore the stimulus classes and to assess the individual squares in terms of all the squares (integration instructions). The discrepancies between the results of Experiments 3 and 4 confirmed the predictions of the model. In Experiment 3, the increase in the psychophysical function demonstrated that the class-specific area of the squares had been used. However, in Experiment 4, the entire stimuli area was decisive for assessing the size of the squares. For example, in Experiment 3 the sequence effect was stronger when the preceding stimulus belonged to the same class as the following stimulus, while in Experiment 4 the strength of the sequence effect was independent of any similarities between the presented stimuli. This confirms the equivalent effect of procedural structure on area effects and sequence effects.
The effect of stimulus classification on sequence effects was studied in more detail in Experiment 3. Interactions between the stimulus-judgment events were found in one and two trials prior to the actual trial. When both the preceding stimuli belong to the same class as the presented stimulus, the correlation between successive judgments is lower than when only the immediately preceding stimulus (but not the stimulus two trials prior) belongs to the same class as the presented stimulus.
Hypothesen Nullhypothesen:
1. Die Instruktion beeinflußt allein die Klassenspezifik vom Einfluß des Reizbereichs.
2. Bezüglich der sequentiellen Abhängigkeiten gibt es keine Wechselwirkung zwischen der Klassenzugehörigkeit der Reize ein und zwei trials zurück.
Alternativhypothesen:
1. Die Instruktion beeinflußt die Klassenspezifik von Bereichseffekten und von sequentiellen Abhängigkeiten in der gleichen Weise.
2. Die Sequenzeffekte von unmittelbar vorangegangenen Reizen und Urteilen sind geringer wenn sowohl der Reiz ein trial zurück als auch der Reiz zwei trials zurück zur gleichen Klasse wie der dargebotene Reiz gehören im Vergleich zu dem Fall, daß allein der Reiz ein trial zurück zur gleichen Klasse gehört.
Keyphrase cognitive frames of reference, psychophysical judgments, influence of instruction on categorial responses, total of 12 subjects, 2 experimental studies, primary data
Förderung Deutsche Forschungsgemeinschaft
Güte -

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PSYNDEX Klassifikation & Schlagwörter

Klassifikation, deutsch Wahrnehmung
Kognitive Prozesse
Klassifikation, englisch Sensory Perception
Cognitive Processes
Schlagwörter, deutsch Psychophysik
Psychophysikalische Messung
Größenschätzung
Rating-Skalen
Klassifikation (kognitiver Prozess)
Datensammlung
Schlagwörter, englisch Psychophysics
Psychophysical Measurement
Magnitude Estimation
Rating Scales
Classification (Cognitive Process)
Data Collection

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Beschreibung der Methode

Forschungsform Experimentaldaten
Klassifikation der Erhebung Experimentelles Design, Gemischtes Design, Laborexperiment
Erhebungsinstrument Die Menge der Reize bestand aus 16 Quadraten, die zu zwei Klassen gehörten: leere und schraffierte Quadrate. Die Kantenlängen der Quadrate in den beiden Klassen waren so gewählt, daß
1) die eine Klasse kleinere Quadrate umfaßte und die andere Klasse größere Quadrate und
2) eine Überlappung in den Klassen auftrat, d.h. es gab Quadrate mit gleicher Kantenlänge, die sich nur in der Reizklasse unterschieden (vier Quadrate der Kantenlängen 62 mm bis 71mm).
Es nahmen 12 Studenten teil, die keine Erfahrungen mit dieser Art von Experimenten hatten. Diese Vpn wurden zufällig so auf die beiden Instruktionen verteilt, dass 6 der Vpn unter der Separations-Instruktion (Experiment 3) und 6 unter der Integrations-Instruktion (Experiment 4) urteilten. Der Wortlaut der Instruktionen ist in den Programmen der Versuchsteuerung enthalten.
Die Vpn wurden aufgefordert, die Größe der Quadrate auf einer 5-stufigen Rating-Skala zu beurteilen. Sie hatten die entsprechende Zahlentaste auf der Tastatur des Computers zu betätigen.
Das nächste Quadrat erschien1 sec nach Abgabe des Urteils. Es gab keine Rückmeldungen.
Eine Sitzung bestand aus drei Teilen, die jeweils ca. 15 Minuten dauerten. Die einzelnen Teile waren durch Pausen von ca. 5 Minuten getrennt.
Die Reihenfolge der dargebotenen Quadrate wurde mit einem Zufallsgenerator erzeugt. Es wurde für jede Versuchsperson gesichert, dass die Autokorrelationsfunktion der Reize bis 8 trials zurück keinen signifikanten Wert annimmt.
Datenerhebungsmethode Erhebung in Anwesenheit eines Versuchsleiters
- Einzelvorgabe
- computergestützt
Zeitdimension einmalige Erhebung
Erhebungszeitraum 1998 bis 1999
Besonderheiten -
Population -
Untersuchungseinheit Individuen
Stichprobe Anfallende Stichprobe
Probandenrekrutierung -
Stichprobengröße 12 Individuen
Rücklauf/ Ausfall -
Geschlechtsverteilung 58,3% weibliche Probanden (n=7)
41,7% männliche Probanden (n=5)
Altersverteilung 20 bis 26 Jahre
Sondergruppen Studenten verschiedener Fachrichtungen
Land Deutschland
Region -
Stadt -
Variablen Unabhängige Variable: Reiz (Kantenlänge der dargebotenen Quadrate)
Unabhängige Variable: Instruktion (Experiment 3 vs. Experiment 4)
Abhängige Variable: Urteil (Beurteilung der Größe des dargebotenen Quadrates durch Vp)
Abhängige Variable: Reaktionszeit
Formale Merkmale: Versuchspersonennummer, Nummer der Sitzung, Teil der Sitzung, Nummer des Durchgangs

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Datenstatus

Datenstatus Vollständiger Datensatz
Ursprungsaufzeichnungen Individuelle Bearbeitungsaufzeichnungen bei computergestützter Erhebung (personbezogene Datenfiles)
Verarbeitung Im Rahmen der computerunterstützten Erhebung wurden die Reaktionen der Vpn auf das Reizmaterial unmittelbar in einem Datenfile erfaßt. Dabei fand eine Prüfung auf trials statt, in denen keine Urteile abgegeben wurden. Für jedes Experiment wurde eine zusammenfassende Datenmatrix der jeweils 6 Versuchsteilnehmer generiert. Diese Datenmatrizen (pdpr99ei20_pd1.txt und pdpr99ei20_pd2.txt) werden bereitgestellt.

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Beschreibung der bereitgestellten Daten

Beschreibung Primärdaten zur Studie (Experiment 3)
Dateiname pdpr99ei20_pd1.txt
Inhalt 14187 Versuchsdurchgänge (von 6 Probanden), 7 Variablen
Datenpunkte 14187*7=99309 Datenpunkte
Variablen Versuchspersonennummer (1), Kodierung der Sitzung (1), Kodierung des Sitzungsteils (1), Versuchsdurchgang (1), Reiz (1), Größenurteil (1), Reaktionszeit (1)
MD5 Hash 47f72a05ea6fb94637bdb685b7c23219
  
Beschreibung Primärdaten zur Studie (Experiment 4)
Dateiname pdpr99ei20_pd2.txt
Inhalt 8900 Versuchsdurchgänge (von 6 Probanden), 7 Variablen
Datenpunkte 8900*7=62300 Datenpunkte
Variablen Versuchspersonennummer (1), Kodierung der Sitzung (1), Kodierung des Sitzungsteils (1), Versuchsdurchgang (1), Reiz (1), Größenurteil (1), Reaktionszeit (1)
MD5 Hash ea6366e03cc36ced489a8b2bd0ee968d
  

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Beschreibung der sonstigen Materialien

Beschreibung Dateiname
Deutsches Kodebuch zum Primärdatensatz pdpr99ei20_pd1.txt pdpr99ei20_kb1.txt
Deutsches Kodebuch zum Primärdatensatz pdpr99ei20_pd2.txt pdpr99ei20_kb2.txt
Steuerprogramm für Experiment 3; Quellprogramm pdpr99ei20_sp1.txt
Steuerprogramm für Experiment 4; Quellprogramm pdpr99ei20_sp2.txt
Quellprogramm von unit, das für die Steuerprogramme pdpr99ei20_sp1.txt und pdpr99ei20_sp2.txt benötigt wird pdpr99ei20_sp3.txt
Quellprogramm von unit, das für die Steuerprogramme pdpr99ei20_sp1.txt und pdpr99ei20_sp2.txt benötigt wird pdpr99ei20_sp4.txt

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Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Petzold, P. & Haubensak, G. (2004). The influence of category membership of stimuli on sequential effects in magnitude judgement. Perception & Psychophysics, 66, 665-678.Datensatz 0173144

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Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur
Haubensak, G. (1992). Sequenzeffekte in absoluten Urteilen. Kritisches zur Methode. Zeitschrift für Experimentelle und Angewandte Psychologie, 39, 101-113.Datensatz 0063374
Luce, R. D. & Green, D. M. (1978). Two tests of a neural attention hypothesis for auditory psychophysics. Perception and Psychophysics, 23, 363-371.
Petzold, P. & Haubensak, G. (2001). Higher order sequential effects in psychophysical judgments. Perception and Psychophysics, 63, 969-978.Datensatz 0151454
Ward, L. M. (1990). Critical bands and mixed frequency scaling: Sequential dependencies, equal-loudness contours, and power function exponents. Perception and Psychophysics, 47, 551-562.

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Universitätsring 15
54296 Trier
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