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Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit. Primärdaten der Normierungsstichprobe.

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Forschende

Name
Krampen, Günter

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Informationen zum Datensatz

Titel Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit. Primärdaten der Normierungsstichprobe.
Titel, englisch Hopelessness Scales. Primary data from the standardization sample.
Zitation Krampen, G. (2004). Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit. Primärdaten der Normierungsstichprobe. (Version 1) [Files auf CD-ROM]. Trier: Psychologisches Datenarchiv PsychData des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation ZPID. https://doi.org/10.5160/psychdata.kngr90sk04
Sprache der Variablendokumentation Deutsch
Verantwortlichkeit für die Datenerhebung Krampen, Günter
Ende der Erhebung 1990
Veröffentlichung des Datensatzes 2004
Datensatz ID kngr90sk04
Studienbeschreibung Bei den Hoffnungslosigkeits-Skalen (H-Skalen) handelt es sich um die deutsche Weiterentwicklung eines von Beck, Weissman, Lester und Trexler (1974) entwickelten Instruments zur Erfassung von Optimismus versus Pessimismus bezüglich des eigenen Lebens und der eigenen Person. Der theoretische Hintergrund der H-Skalen liegt zum einen in der kognitiven Theorie zur Depression von Beck (1972), zum anderen in dem von Stotland (1969) vorgelegten instrumentalitätstheoretischen Ansatz zur Hoffnungslosigkeit. Ferner weist das Konzept Bezüge zur Theorie der Gelernten Hilflosigkeit und zur psychoanalytischen Theorienbildung auf (Krampen, 1979, 1982). Hoffnungslosigkeit kann als komplexes erwartungs-wert-theoretisches Konstrukt verstanden werden, das neben reduzierten Kompetenz- und Kontingenzerwartungen veränderte Bewertungen von Handlungs- und/oder Lebenszielen umfasst (Krampen, 1994, S. 5). In diesem Sinne ordnete Krampen (1987) das Konstrukt auf der Ebene relativ hoch generalisierter subjektiver Erwartungen und Valenzen in ein handlungstheoretisches Partialmodell der Persönlichkeit (HPP) ein. Neben dem Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK; Krampen, 1991; siehe die Beschreibung in PSYNDEX Tests Dok.-Nr. 2361) liegt damit ein weiteres handlungstheoretisches Persönlichkeitsdiagnostikum vor, mit dem Krampen (1994) versucht, die in der faktorenanalytischen Tradition stehende rein beschreibende Persönlichkeitspsychologie zugunsten einer eher theoriegeleiteten Psychodiagnostik abzulösen. Das Verfahren entstand ursprünglich im Forschungskontext der Untersuchung von Depressivität und Suizidalität, dem subjektiven Befinden von Gesunden sowie psychisch als auch physisch und psychosomatisch Kranken (Krampen, 1979). Die Items sprechen im besonderen die Qualität der Zukunftserwartung der Pbn im Sinne herabgesetzter Zielvorstellungen an. Sie betreffen negative Erwartungen über sich selbst, über die personspezifische Umwelt und ihr zukünftiges Leben. Das Verfahren liegt in jeweils zwei Parallelformen der ursprünglichen Standardversion sowie einer revidierten Version vor: (1) Standardversion H-S-Skala mit 20 alternativ zu beantwortenden Items (richtig/falsch), die in zwei parallelen Halbformen mit jeweils 10 Items vorliegt (H-SA-Skala, H-SB-Skala); (2) Revidierte Version H-R-Skala mit 20 auf sechs Stufen zu beantwortenden Items (sehr falsch bis sehr richtig), die ebenfalls in zwei Parallelformen mit jeweils 10 Items vorliegt (H-RA-Skala, H-RB-Skala). Der vorliegende Datensatz umfasst die Daten einer repräsentativen Stichprobe von deutschen Erwachsenen aus dem Jahre 1990 (N=2051), die zur Normierung der H-Skalen herangezogen wurden (Krampen, 1994). Neben den 20 Items des Verfahrens wurden eine Vielzahl sozio-ökonomischer Variablen erfasst.
Studienbeschreibung, englisch The hopelessness scale (H scale) is a German scale developed by Beck, Weissman, Lester, and Trexler (1974) which measures optimism vs. pessimism with regard to one's life and one's own person. The theoretical background of the H-scale is found in the cognitive theory of depression by Beck (1972) and Stotland's (1969) instrumentally theoretical approach to hopelessness. Furthermore, the concept has references to the theory of learned helplessness and the formation of psychoanalytic theories (Krampen, 1979, 1982). Hopelessness can be understood as a complex expectancy-value-theoretical construct that, in addition to reduced competence and contingency expectations, includes changes in valuation of action and/or life goals (Krampen, 1994, p. 5). In this sense, Krampen organizes (1987) this construct at the level of relatively high generalized subjective valences and expectations within an action-theoretical partial model of personality (HPP, handlungstheoretisches Partialmodell der Persönlichkeit). Therefore, in addition to the questionnaire concerning perceived competence and locus of control (FKK, Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen, Staples, 1991; see the description in PSYNDEX tests Doc.-No. 2361), there is now another action-theoretical personality diagnostic tool with which Krampen (1994) tried to replace purely descriptive personality psychology in the factor analytic tradition with a more theory-based psychodiagnostic tool. The method was originally developed in the context of research studying depression and suicidality by measuring the subjective well-being of healthy as well as mentally ill and physically ill and psychosomatically ill subjects (Krampen, 1979). The items particularly measure the quality of each subject's future expectations in the sense of reduced personal goals. They relate to negative expectations about themselves, about their personal living environment, and their future lives. The measure is available in two parallel formats of the original standard version as well as a revised version: (1) Standard version H-S-scale with 20 alternative items to be answered (true/false), which is available in two parallel half-formats, each with 10 items (H-SA-scale, H-SB-scale), (2) Revised version of H-R-scale with 20 items to be answered in six steps (very wrong to very right), which is also available in two parallel forms with 10 items each (H-RA-scale, H-RB-scale). This dataset includes data from a representative sample of 2,051 German adults from the year 1990 which were used for standardization of the H-scale (Krampen, 1994). Along with the 20 items of the scale, a variety of socioeconomic variables were recorded.
Hypothesen -
Keyphrase measurement of hopelessness in adults, test construction & test standardization, personality traits & depression & future outlook & self-related cognitions & socioeconomic status, representative sample of 2051 German adults, primary data
Förderung Forschungsfonds des Landes Rheinland-Pfalz
Güte Durchführungs-, Auswertungs-, Interpretationsobjektivität sind gegeben. Reliabilitäten für Normierungsstichprobe: Interne Konsistenz zw. .74 und .92, split-half zw. .69 und .85, Paralleltest .89 bzw. .90 (je nach Testform). In der Handanweisung (Krampen, 1994) werden verschiedene Validitätsbelege aufgeführt.

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PSYNDEX Klassifikation & Schlagwörter

Klassifikation, deutsch Persönlichkeitstests
Klinische Psychodiagnostik
Persönlichkeitseigenschaften und Persönlichkeitsprozesse
Affektive Störungen
Klassifikation, englisch Personality Scales & Inventories
Clinical Psychological Testing
Personality Traits & Processes
Affective Disorders
Schlagwörter, deutsch Fragebögen
Screening Tests
Testnormen
Klinische Psychologie
Kognitive Therapie
Depressive Stimmung
Hoffnungslosigkeit
Therapieerfolgskontrolle
Datensammlung
Schlagwörter, englisch Questionnaires
Screening Tests
Test Norms
Clinical Psychology
Cognitive Therapy
Depression (Emotion)
Hopelessness
Treatment Effectiveness Evaluation
Data Collection

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Beschreibung der Methode

Forschungsform Testdaten
Klassifikation der Erhebung Normiertes Testverfahren
Erhebungsinstrument Die Konstruktion des Verfahrens orientiert sich an Konzepten der klassischen Testtheorie. Ausgangspunkt der Konstruktion war die englische Originalversion der H-Skala, die zunächst ins Deutsche übersetzt wurde. Nach Prüfung der Itemverständlichkeit und Itemsinnhaftigkeit wurden die Daten einer ersten Stichprobe Itemanalysen unterzogen. Über die Itemkennwerte der ursprünglichen (Standard)Version in einer Stichprobe von n = 134 Krankenhauspatienten, 45 männlichen Strafgefangenen und 42 gesunden, nicht inhaftierten Personen wird bei Krampen (1979) berichtet (Aufgabenschwierigkeit: .15 < pi < .80; Trennschärfe: .27 < rit < .75). Die Weiterentwicklung (Krampen, 1994) fand in Verschränkung von theoretischen Überlegungen und empirischen Ergebnissen statt. Itemformulierungen und Antwortformat wurden revidiert, um der Schiefe der Skalenwerte in Richtung geringer Hoffnungslosigkeit zu begegnen. Letztendlich wurde jedoch nur der Wortlaut eines Items geändert. In Tabelle 1 findet sich eine Übersicht über die Itemkennwerte. Je nach Stichprobe korrelieren die Halbformen der Standardversion im Bereich .87 < = r < = .94, die der revidierten Form im Bereich .90 < = r < = .94 zueinander.

Tabelle 1. Itemkennwerte der verschiedenen Testversionen (Krampen, 1994, S. 30 ff.)
--------------------------------------------------
Testform------min.-pi-max.--------min.-rit-max.
--------------------------------------------------
H-S-Skala-----.16-----.82---------.21-----.52
H-SA-Skala----.16-----.82---------.22-----.43
H-SB-Skala----.19-----.82---------.18-----.48
H-R-Skala-----.16-----.82---------.26-----.65
H-RA-Skala----.16-----.82---------.27-----.59
H-RB-Skala----.19-----.82---------.22-----.61
--------------------------------------------------
Anmerkungen. N = 2051.
Datenerhebungsmethode Erhebung in Anwesenheit eines Versuchsleiters
- Einzelvorgabe
- Papier und Bleistift
Zeitdimension einmalige Erhebung
Erhebungszeitraum 26.10.1990 bis 13.12.1990
Besonderheiten -
Population Deutsche Erwachsene
Untersuchungseinheit Individuen
Stichprobe Repräsentative Stichprobe deutscher Erwachsener ab 18 Jahren (1990), kombiniertes ADM-Stichprobennetz mit 420 Sample-Points, geschichtetem Zufallsauswahlverfahren, Random-Route und Auswahl der Zielpersonen im Haushalt durch einen Zufallszahlen-Auswahlschlüssel; im Gewichtsverfahren wurde eine Angleichung an die amtliche Bevölkerungsstatistik (Stand: 31.12.1987) und eine iterative Gewichtung (nach Bundesländern, Gemeindegröße, Geschlecht und Alter) durchgeführt
Probandenrekrutierung Die Daten stammen aus einer repräsentativen Umfrage, die im Herbst 1990 von der Gesellschaft für Marketing-, Kommunikations- und Sozialforschung mbH, Hamburg (GFM-GETAS) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen e.V., Mannheim (ZUMA) durchgeführt wurde. Die Datenerhebung erfolgte schriftlich im Rahmen mündlicher Interviews. Dem Hauptfeld war die Durchführung eines Vortests vorangestellt. Siehe auch Stichprobenziehung.
Stichprobengröße 2051 Individuen
Rücklauf/ Ausfall -
Geschlechtsverteilung 46,1% weibliche Probanden (n=975)
53,9% männliche Probanden (n=1106)
Altersverteilung 18 bis 90 Jahre
Sondergruppen -
Land Deutschland
Region -
Stadt -
Variablen Pbn-ID, Soziodemographische Variablen nach dem Standard des Sozialwissenschaften-Bus (III/1990), GFM-GETAS/Hamburg und ZUMA/Mannheim
H-Skala

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Datenstatus

Datenstatus Vollständiger Datensatz
Ursprungsaufzeichnungen Von Vp oder VL ausgefüllte Fragebogen mit geschlossenen und/oder offenen Antworten
Verarbeitung Die Ursprungsaufzeichnungen wurden nach einfachen Kodierungsvorschriften komplett in eine Datenmatrix übertragen. Diese Datenmatrix wird bereitgestellt (kngr90sk04_rd), ebenso wie das Kodebuch (kngr90sk04_kb).
Zu Bildung der H-Skala sind die Items No. 1, 3, 5, 6, 8, 10, 13, 15 und 19 umzupolen. Vgl. auch das Testmanual (Krampen, 1994). Die Polung der Testitems im Datensatz ist den im Manual und den Auswertungsschablonen angegebenen Werten entgegengesetzt. Die Aggregatanweisungen werden bereitgestellt (kngr90sk04_aa).

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Beschreibung der bereitgestellten Daten

Beschreibung Primärdatensatz
Dateiname kngr90sk04_pd.txt
Inhalt 2051 Probanden, 75 Variablen
Datenpunkte 2051*75=153825 Datenpunkte
Variablen Versuchspersonen-ID (1), Items der H-Skala (20), Sozio-demographische Variablen (54)
MD5 Hash 310b963384626d65e57b5eafaac5d9a9
  

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Beschreibung der sonstigen Materialien

Beschreibung Dateiname
Deutsches Kodebuch zum Primärdatensatz kngr90sk04_pd.txt kngr90sk04_kb.txt
Transformationsanweisungen zum Primärdatensatz kngr90sk04_pd.txt kngr90sk04_aa.txt

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Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Krampen, G. (1994). Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit (H-Skalen). Deutsche Bearbeitung und Weiterentwicklung der H-Skala von Aaron T. Beck. Göttingen: Hogrefe.Datensatz 9000248

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Eingesetzte Testverfahren

Eingesetzte Testverfahren
Krampen, G. (1994). Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit (H-Skalen). Deutsche Bearbeitung und Weiterentwicklung der H-Skala von Aaron T. Beck. Göttingen: Hogrefe.Datensatz 9000248

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Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur
Beck, A. T. (1972). The core-problem in depression. In J. H. Masserman (Ed.), Depression (pp. 47-55). New York, NY: Grune & Stratton.
Beck, A. T., Weissman, A., Lester, D. & Trexler, L. (1974). The measurement of pessimism: The Hopelessness Scale. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 42, 861-865.
Braun, O. L. (2000). Ein Modell aktiver Anpassung: Berufliche Zielklarheit, Organisationsorientierung, Mittelklarheit und Vorsatzbildung/Planung als vorauslaufende Bedingungen von Arbeitszufriedenheit, Wechseltendenz und Leistung. Landau: Verlag Empirische Paedagogik.Datensatz 0137528
Klauer, T. & Filipp, S.-H. (1997). Life-change perceptions in cognitive adaptation to life-threatening illness. Revue Europeenne de Psychologie Appliquee, 47, 181-187.Datensatz 0120285
Krampen, G. (1979). Hoffnungslosigkeit bei stationären Patienten. Medizinische Psychologie, 5, 39-49.Datensatz 1050361
Krampen, G. (1982). Differentialpsychologie der Kontrollüberzeugungen. Göttingen: Hogrefe.Datensatz 1050890
Krampen, G. (1991). Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK). Göttingen: Hogrefe.Datensatz 9002361
Krampen, G. (1997a). Autogenes Training bei depressiven Störungsbildern: Kontraindiziert oder als Vor- und Begleitbehandlung indiziert? Autogenes Training & Progressive Relaxation, 14, 6-10.Datensatz 0113188
Krampen, G. (1997b). Autogenes Training vor und begleitend zur methodenuebergreifenden Einzelpsychotherapie bei depressiven Störungen. Zeitschrift fuer Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 45, 214-232.Datensatz 0115545
Krampen, G. (2000). Handlungstheoretische Persönlichkeitspsychologie. Konzeptuelle und empirische Beiträge zur Konstrukterhellung (2., ergänzte Aufl.). Göttingen: Hogrefe.Datensatz 0022290
Petry, J. & Jahrreiss, R. (1999). Stationäre medizinische Rehabilitation von "Pathologischen Glücksspielern": Differentialdiagnostik und Behandlungsindikation. Kurzfassung des abschliessenden Forschungsberichtes an den Verband Deutscher Rentenversicherungsträger. Deutsche Rentenversicherung, 196-218.Datensatz 0129863
Stotland, E. (1969). The psychology of hope. San Francisco, CA: Jossey-Bass.

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54296 Trier
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