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Zufallserfahrungen und Studienfachwahl. Primärdaten.

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Forschende

Name
Bäumer, Thomas
Scheller, Reinhold

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Informationen zum Datensatz

Titel Zufallserfahrungen und Studienfachwahl. Primärdaten.
Titel, englisch Chance experiences and choice of college major. Primary data.
Zitation Bäumer, T., & Scheller, R. (2004). Zufallserfahrungen und Studienfachwahl. Primärdaten. (Version 1) [Files auf CD-ROM]. Trier: Psychologisches Datenarchiv PsychData des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation ZPID. https://doi.org/10.5160/psychdata.brts92zu11
Sprache der Variablendokumentation Deutsch
Verantwortlichkeit für die Datenerhebung Bäumer, Thomas; Scheller, Reinhold
Ende der Erhebung 1992
Veröffentlichung des Datensatzes 2004
Datensatz ID brts92zu11
Studienbeschreibung Vor dem Hintergrund der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne, der sozialen Lerntheorie sowie der Entscheidungstheorie wird das Phänomen "Zufall" auf die Studienfachwahl bezogen und als bedeutsamer Aspekt der beruflichen Entwicklung angesehen. In einer Fragebogenerhebung werden die auf die Studienfachwahl Einfluss nehmenden Zufallserfahrungen sowie die Kontrollüberzeugungen von 220 Studienanfängern eruiert. Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Drittel der Studienanfänger Zufallseinflüsse erinnern und diese in der Regel auch als wichtig für die Wahl ihres Studienfaches einschätzen. Insbesondere erhöhen Zufallserfahrungen die Anzahl an Studienalternativen. Solche Erfahrungen basieren vor allem auf Informationen, die über Medien vermittelt werden. Zwischen internal und external orientierten Personen bestehen keine Unterschiede hinsichtlich der Anzahl erinnerter Zufallserfahrungen sowie der Einschätzung ihrer Wichtigkeit. Die Befunde legen nahe, dem Konzept Zufall in der psychologischen Theorienbildung gebührend Rechnung zu tragen. Der Primärdatensatz der Erhebung sowie einige abgeleitete Variablen werden bereitgestellt.
Studienbeschreibung, englisch Against the background of lifespan developmental psychology, social learning theory, and decision theory, the phenomenon of "chance" is examined with respect to college degree choices and its significant influence on professional development. A questionnaire survey measures the influence of chance experiences and locus of control on the college degree choices of 220 freshman college students. The results show that two-thirds of the students remember influential chance experiences which they deem important in regards to their choice of study. In particular, the number of random experiences increased the perceived study alternatives. It was indicated that chance experiences were primarily conveyed through the media. Comparing internal- vs. external-oriented people, there are no differences in the number of remembered experiences and the random assessment of their importance.
The findings suggest that the concept of chance deserves to be recognized when considering theories. The primary dataset of the survey and some derived variables are provided.
Hypothesen -
Keyphrase effects of chance on choice of college major, external vs internal locus of control & number & subjective importance of recollected chance events, 220 college students, empirical study, primary data
Förderung -
Güte Zufallsinventar und Inventar der Wahlaspekte können hinsichtlich der Reliabilität nicht beurteilt werden. Die mitgeteilten Befunde sprechen für eine plausible Erfassung.
Die internen Konsistenzen in den Skalen des FKK liegen mit Werten zwischen .59 und .81 etwas unterhalb der im Testmanual (Krampen, 1991) mitgeteilten.

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PSYNDEX Klassifikation & Schlagwörter

Klassifikation, deutsch Interaktion, Anpassung und Einstellungen
Berufliche Interessen, berufliche Laufbahn und Berufsberatung
Klassifikation, englisch Classroom Dynamics & Student Adjustment & Attitudes
Occupational Interests & Guidance
Schlagwörter, deutsch Berufswahl
Zufall
Kontrollüberzeugungen
Entscheidungsfindung
Wahlverhalten
Studenten (Anfangssemester)
Datensammlung
Schlagwörter, englisch Occupational Choice
Chance (Fortune)
Internal External Locus of Control
Decision Making
Choice Behavior
Data Collection

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Beschreibung der Methode

Forschungsform Befragungsdaten
Klassifikation der Erhebung Vollstandardisiertes Erhebungsinstrument (Frageformulierung und Antwortalternativen vorgegeben)
Erhebungsinstrument Das Erhebungsinstrument wurde für die zugrundeliegende Studie eigens entwickelt bzw. zusammengestellt. Es umfasst folgende Teile:
(1) Demographische und allgemeine Angaben: Erfaßt wurden Alter, Geschlecht, Abiturjahrgang, Studienfach, Angaben über den bisherigen Bildungsweg, Sicherheit der Entscheidung.
(2) Zufallsinventar: Erfragt wird das Erleben von neun verschiedenen Zufallserfahrungen, die aus einem zugrundeliegenden theoretischen Schema abgeleitet wurden. Das Schema besteht aus einem Raster, das die beiden Dimensionen Quelle (Information, Person, Ereignis) und Ziel (Alternative, Wissen, Emotion) umfasst. Aus den neun Zufallserfahrungen werden vom Probanden zunächst jene aussortiert, die nicht selbst erlebt wurden (durch Vergabe der Wertes 0). Die verbleibenden Items sind in eine Rangreihe ihrer Wichtigkeit zu ordnen (durch Vergabe der Werte 1 bis maximal 9). Das subjektiv wichtigste Item ist sodann auf einer sechsstufigen Likert-Skala auf seine allgemeine Wichtigkeit einzustufen.
(3) Inventar der Wahlaspekte: Aus einer Literaturübersicht wurden 28 Items zusammengestellt, die die Studienfachwahl beeinflussen können. Die Items sind auf einer sechsstufigen Likert-Skala jeweils hinsichtlich ihrer subjektiven Wichtigkeit einzustufen.
(4) Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK) von Krampen (1991): Der Fragebogen erfasst mit jeweils acht Items: Selbstkonzept eigener Fähigkeiten, Internalität, Soziale Externalität, Fatalistische Externalität. Auch hier kommt eine sechsstufige Likert-Skalierung zum Einsatz.
Datenerhebungsmethode Erhebung in Anwesenheit eines Versuchsleiters
- Gruppenvorgabe
- Papier und Bleistift
Zeitdimension einmalige Erhebung
Erhebungszeitraum 19./20. Oktober 1992
Besonderheiten -
Population Deutsche Studienanfänger
Untersuchungseinheit Individuen
Stichprobe Anfallende Stichprobe
Probandenrekrutierung Die Fragebögen wurden in der Einführungsveranstaltung für Erstsemester der Zentralen Studienberatung der Universität Trier im Auditorium Maximum an die dort anwesenden Studierenden ausgeteilt und von diesen nach Abschluß der Veranstaltung bearbeitet. Ein Versuchsleiter stand für Nachfragen zur Verfügung und sammelte die ausgefüllten Fragebögen wieder ein. Die Veranstaltungsleiterin wies die anwesenden Studierenden auf die Erhebung hin und bat um Mitarbeit. Die Veranstaltung fand getrennt nach Fachbereichen an zwei Tagen statt.
Stichprobengröße 220 Individuen
Rücklauf/ Ausfall Insgesamt wurden 300 Fragebogen ausgegeben (200 am ersten, 100 am zweiten Tag). Von diesen wurden 256 (85.3%) wieder abgegeben. 36 Fragebogen mussten aufgrund fehlender oder fehlerhafter Angaben ausgeschlossen werden.
Geschlechtsverteilung 60,0% weibliche Probanden (n=132)
40,0% männliche Probanden (n=88)
Altersverteilung 18 bis 28 Jahre
Sondergruppen Studienanfänger der Universität Trier
Land Deutschland
Region Rheinland-Pfalz
Stadt Trier
Variablen Demographische und bildungsbezogene Merkmale
Zufallserfahrungen
Wahlaspekte der Studienfachwahl
Kompetenzüberzeugungen
Kontrollüberzeugungen

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Datenstatus

Datenstatus Vollständiger Datensatz
Ursprungsaufzeichnungen Von Vp oder VL ausgefüllte Fragebogen mit geschlossenen und/oder offenen Antworten
Verarbeitung Die Ursprungsaufzeichnungen wurden nach einfachen Kodiervorschriften in eine Primärdatenmatrix übertragen. Die Matrix (brts92zu11_pd.txt) wird mit dem Kodebuch (brts92zu11_kb.txt) bereitgestellt.
Aus den Primärdaten wurden einige Variablen (zur Beschreibung des Zufallsgeschehens, Skalenwerte des FKK) abgeleitet. Die Matrix (brts92zu11_ad.txt) wird zusammen mit den Transformationsanweisungen (brts92zu11_aa.txt) bereitgestellt.

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Beschreibung der bereitgestellten Daten

Beschreibung Primärdaten zur Studie
Dateiname brts92zu11_pd.txt
Inhalt 220 Probanden, 77 Variablen
Datenpunkte 220*77=16940 Datenpunkte
Variablen Versuchspersonennummer (1) Demographische und ausbildungsbezogene Angaben (5) Sicherheit der Studienfachwahl (1) Zufallserfahrungen (10) Wahlaspekte (28) Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (32)
MD5 Hash 848bde400f9fc22fa2fc3a3678ce9034
  
Beschreibung Primärdaten und abgeleitete Variablen zur Studie
Dateiname brts92zu11_ad.txt
Inhalt 220 Probanden, 91 Variablen
Datenpunkte 220*91=20020 Datenpunkte
Variablen Versuchspersonennummer (1), Demographische und ausbildungsbezogene Angaben (5), Sicherheit der Studienfach-Entscheidung (1), Zufallserfahrungen (10), Wahlaspekte (28), Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (32), Fachbereich (1), Kenngrößen Zufallserfahrungen (2), Umgepolte FKK-Items (4), FKK-Skalenwerte (7)
MD5 Hash da3f2079ec333d279653249b0e8f0588
  

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Beschreibung der sonstigen Materialien

Beschreibung Dateiname
Deutsches Kodebuch zum Primärdatensatz brts92zu11_pd.txt brts92zu11_kb.txt
Transformationsanweisungen zum Datensatz brts92zu11_ad.txt brts92zu11_aa.txt

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Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen

Unmittelbar auf den Datensatz bezogene Veröffentlichungen
Bäumer, T., Scheller, R. & von Maurice, J. (1994). Der Einfluß von Zufallserfahrungen auf die Studienfachwahl. Swiss Journal of Psychology, 53, 166-177.Datensatz 0087950

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Eingesetzte Testverfahren

Eingesetzte Testverfahren
Krampen, G. (1991). Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK). Göttingen: Hogrefe.Datensatz 9002361

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Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur
Bandura, A. (1982). The psychology of chance encounters and life paths. American Psychologist, 37, 747-755.
Cabral, A. C. & Salomone, P. R. (1990). Chance and careers: Normative versus contextual development. The Career Development Quarterly, 39, 5-17.
Krampen, G. (1987). Handlungstheoretische Persönlichkeitspsychologie. Konzeptuelle und empirische Beiträge zur Konstrukterhellung. Göttingen: Hogrefe.
Miller, M. J. (1983). The role of happenstance in career choice. Vocational Guidance Quarterly, 32, 16-20.
Salomone, P. R. & Slaney, R. B. (1981). The influence of chance and contingency factors on the vocational choice process of nonprofessional workers. Journal of Vocational Behavior, 19, 25-35.
Scheller, R. & Greve, W. (1999). Rationale Beratung: Sackgasse oder Perspektive? Integrative Therapie, 25, 64-89.Datensatz 0129005
Scheller, R. (1986). Die Bedeutung zufälliger Ereignisse für die Laufbahnentwicklung und Laufbahnberatung. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 82, 291-298.Datensatz 0060948
Scott, J. & Hatalla, J. (1990). The influence of chance and contingency factors on career patterns of college-educated women. The Career Development Quarterly, 39, 18-30.
von Maurice, J., Scheller, R. & Bäumer, T. (1995). Zufallserfahrungen und Interessenstruktur: Eine Untersuchung zum Wahlverhalten von Studienanfängern. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 9, 37-44.Datensatz 0092637

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Weitere Informationen

Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
Forschungsdatenzentrum für die Psychologie
Universitätsring 15
54296 Trier
Telefon: +49 (0)651 201-2062
Fax: +49 (0)651 201-2071



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